38 % der in der Schweiz verbrauchten Endenergie gehen auf das Konto des Verkehrs. Zudem verursacht der Verkehr beinahe ein Drittel des gesamten CO2-Ausstosses der Schweiz. Die Energieeffizienz von Elektroautos ist über einen Faktor drei besser als jener von Autos mit Verbrennungsmotoren. Das heisst, der Umstieg auf ein Elektroauto spart mehr als zwei Drittel der bisher benötigten Energie ein.
Die CO2-Bilanz von Elektroautos ist besser als jene von fossil betriebenen Verbrenner-Fahrzeugen, wie auch das Faktenblatt von EnergieSchweiz aufzeigt, insbesondere wenn Strom aus erneuerbaren Quellen zum Zug kommt. Die Batterien von Elektrofahrzeugen können mittlerweile fast vollständig wiederverwertet werden, was die Umweltbelastung weiter reduziert.
Kauftipps
Die Website Eco-Auto des VCS Verkehrs-Club der Schweiz sowie Topten unterstützen Sie beim umweltbewussten Autokauf. Bei der Bewertung schneiden jene Fahrzeuge gut ab, die wenig Strom verbrauchen, tiefe Schadstoffausstosse bei der Produktion aufweisen sowie wenig Lärm verursachen.
Alternativen zum eigenen Auto
Ein schweres Fahrzeug zu bewegen, um oftmals nur eine Person zu transportieren, ist energetisch wenig effizient. Wenn immer möglich sollten andere Mobilitätsangebote genutzt werden. Für lange Strecken die Bahn, für kürzere Strecken den Bus, das Tram oder das Velo. Für Fahrten ausserhalb des ÖV-Angebotes, für Gütertransporte oder für Gelegenheitsfahrten bieten sich die Fahrzeuge von Mobility CarSharing an. Mobility CarSharing macht die Kombination von öffentlichem und Individualverkehr möglich. Mobility-Fahrzeuge können rund um die Uhr reserviert und benutzt werden. Da ein Auto in der Schweiz durchschnittlich 23 Stunden am Tag nicht gebraucht wird, bietet es sich an, das Auto mit Nachbarn oder Bekannten zu teilen.
Hier finden Sie direkt die besten Elektroautos
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MiniLänge: bis 3.6m |
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KleinwagenLänge: 3.6m bis 4.0m |
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Untere MittelklasseLänge: 4.0m bis 4.4m |
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MittelklasseLänge: 4.4m bis 4.8m |
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Obere MittelklasseLänger als 4.8m |
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SUVSUV und Geländewagen |
Der motorisierte Strassenverkehr verursacht knapp die Hälfte der Stickoxid-Emissionen. Bei den Feinstaub-Emissionen (PM10) liegt der Anteil bei rund einem Drittel. Allein die vom Strassenverkehr verursachte Feinstaub-Belastung führt jedes Jahr zu Gesundheitskosten von über drei Milliarden Franken. Während Stickstoffoxide bei Verbrennungsprozessen entstehen, entstehen etwa 60 % der Feinstaubemissionen durch den Reifenabrieb auf der Fahrbahn, 40 % stammen aus dem Verbrennungsprozess. Dementsprechend werden bei der Nutzung eines Elektrofahrzeugs keine Stickstoffoxide und weniger Feinstaub emittiert.
Bewertungskriterien
Energieverbrauch und CO2-Emissionen: Die Bewertung erfolgt aufgrund des während eines WLTP-Testzyklus gemessenen Energieverbrauchs. Über ihren Energieverbrauch führen auch Elektroautos zu CO2-Emissionen: Die Stromproduktion zieht CO2-Emissionen nach sich, und zwar direkt bei der Verstromung fossiler Energieträger bzw. indirekt beim Bau und Betrieb der Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energie. Mit dem Laden von erneuerbarem oder noch besser zertifiziertem Ökostrom fallen während der Nutzungsphase beinahe keine Emissionen mehr an.
Lärm-Emissionen: Die Bewertung beruht auf den Lärmemissionen, die bei maximaler Beschleunigung auf eine Geschwindigkeit von 50 km/h gemessen werden. Der zugelassene Grenzwert liegt bei 72 bis 75 dB(A) für neue Personenwagen und bei 78 dB(A) für Nutzfahrzeuge. In der Schweiz leiden jeden Tag mehr als eine Million Menschen unter Lärm. Das BAFU sieht als Hauptursache den Strassenverkehr. Die Lärmbelastung löst Stressreaktionen aus und beeinträchtigt die Gesundheit. Ab einer Geschwindigkeit von etwa 20 km/h ist das Rollgeräusch der Reifen die dominante Lärmquelle, bei tieferen Geschwindigkeiten fällt der Motorenlärm stärker ins Gewicht. Deshalb sind bei niedriger Geschwindigkeit elektrische Fahrzeuge leiser als solche mit Verbrennungsmotor. Bei höherer Geschwindigkeit sind die Rolleigenschaften ausschlaggebend. Die Erhöhung des Lärmpegels drückt sich in den Dezibelwerten nicht linear aus. Ein einzelnes Fahrzeug mit einem Lärmwert von 75 dB(A) wird als ebenso laut empfunden wie zehn gleichzeitig vorbeifahrende Fahrzeuge mit einem Lärmwert von 67 dB(A).
Batterieproduktion: Die Bewertung verwendet die Bruttokapazität der Batterie in Kilowattstunden (kWh) als Indikator. Je grösser eine Batterie, desto stärker belastet ihre Produktion die Umwelt. Die Batterieproduktion ist energie- und rohstoffintensiv. Problematisch ist der für die Batterieproduktion notwendige Abbau von Rohstoffen (Kupfer, Kobalt, Nickel und Lithium). Er führt in den Herkunftsländern zu Schadstoffbelastungen, anderen Umweltschäden und sozialen Problemen. In Zukunft wird das Recycling der Batterien helfen, diese schädlichen Auswirkungen zu reduzieren.
Tech-Wegweiser
Plug-in-Hybride: Hybridautos verfügen über eine Kombination von Benzin- oder Diesel- und Elektroantrieb. Beim Bremsen fungiert der Elektromotor als Generator und speist die Batterie mit Strom. Meistens arbeiten Elektromotor und Benzinmotor gemeinsam. Aufgrund der relativ kleinen Batterie können Hybridautos nur wenige Kilometer rein elektrisch fahren. Besonders geeignet sind Hybridautos im Stadtverkehr. Bei Überlandfahrten hingegen verursacht das hohe Fahrzeuggewicht (Batterie) einen höheren Treibstoffverbrauch. Plug-in-Hybridautos verfügen über eine leistungsfähigere und grössere Batterie, welche auch mittels einer Ladestation mit Strom versorgt werden kann. Dadurch steigt die rein elektrische Reichweite, jedoch auch das Fahrzeuggewicht.
Elektroantrieb: Autos, die ausschliesslich durch einen Elektromotor angetrieben werden, stossen im Betrieb keine Abgase aus. Sie verfügen über eine grössere Batterie wie die Hybridmodelle, um die Reichweite zu gewährleisten. Durch die grössere Batterie belastet die Herstellung eines Elektroautos die Umwelt etwas stärker als die Herstellung eines Autos mit Verbrennungsmotor. Über die Lebensdauer ist das Elektroauto jedoch umweltfreundlicher. Durch das Batterie-Recycling wird auch die Herstellung von Elektroautos stetig sozialverträglicher und umweltfreundlicher.
Nutzungstipps
Eco-Drive
EcoDrive ist eine sichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Fahrtechnik. Wenn sie konsequent angewendet wird, können bis zu 15 Prozent Treibstoff gespart werden. Die Eco-Drive Fahrtechnik kann in speziellen Kursen erlernt werden. Die goldenen Eco-Drive Regeln:
Zügig beschleunigen, früh hochschalten (Benziner bei 2000 – 2500 Touren, Diesler bei 1500 Touren), spät herunterschalten.
Im höchstmöglichen Gang bei niedriger Drehzahl fahren.
Vorausschauend und gleichmässig fahren, unnötige Brems- und Schaltmanöver vermeiden, Tempomat nutzen.
Optimale Reifen wählen, Reifendruck regelmässig prüfen, Lasten reduzieren, keine Dachträger, Klimaanlage sinnvoll einsetzen.
Sicherheit
Fahrerassistenzsysteme machen den Verkehr sicherer. Sie können den Fahrzeuglenkenden in heiklen Momenten unterstützen, auf gefährliche Situationen aufmerksam machen oder sogar aktiv in das Fahrgeschehen eingreifen um Unfälle zu vermeiden. Damit schützen Fahrerassistenzsysteme nicht nur die Insassen im eigenen Fahrzeug, sondern alle Verkehrsteilnehmer. Am bekanntesten ist das Antiblockiersystem ABS, dank dem das Fahrzeug auch bei Vollbremsung lenkbar bleibt. Ebenfalls sehr nützlich sind Notbremssysteme, Abstandsregeltempomaten und Spurhalteassistenten.
Weiterführende Informationen
Umweltbewertungssystem von Eco-Auto Eco-Auto bewertet Personenwagen- bzw. Lieferwagen-Modelle nach CO2-, Schadstoff- und Lärmbelastung.
Energie-Etikette für Personenwagen
Swiss eMobility Der Schweizer Elektromobilitätsverband
e-mobile Schweizerischer Verband für elektrische und effiziente Strassenfahrzeuge, Bern
VCS Verkehrsclub der Schweiz, Herzogenbuchsee
www.eco-auto.info Eco-Auto von VCS
www.mobility.ch Mobility Carsharing Schweiz
www.ecodrive.ch Eco-Drive, die sichere und umweltschonende Fahrtechnik
www.bafu.admin.ch/luftBundesamt für Umwelt BAFU, Thema Luft
www.viasicura.ch Via sicura